Sonntag, 23. November 2008

Communities: die Zuflucht für Werbeallergiker - ACHTUNG: SATIRE!!!

nett zu lesen:

http://www.itfrontal.de:80/2008/03/letzter-aufruf.html

In "Per Anhalter durch die Galaxis", Abschnitt "Fit the Sixth", wird die Geschichte des Planeten Golgafrincham erz채hlt, der sich kurzerhand unliebsamer Mitglieder der Gesellschaft entledigte: er gaukelte den Friseuren, WC-Reinigungskr채ften und Werbern (oder "Marketern" wie man sich heute in der Branche gern nennt), den baldigen Untergang des Planeten vor, baute Ihnen ein Raumschiff und schickte Sie ins Weltall, bzw. in die W체ste. Ihr Schiff hiess "Golgafrincham Ark Fleet, Ship B". Die restliche Bev철lkerung t채uscht die beiden Raumschiffe A und C nur vor und lebt gl체cklich und befreit auf ihrem Planeten.

In Ihrer aktuellen Ausgabe Nr. 13 vom 28.3.2008 schreibt die Werben & Verkaufen (W&V) über Online Communities unter dem Titel "Falsche Ansprache - Communities boomen. Doch bei der Kommunikation mit dem User versagt die Werbung. Die größten Fehler - und wie man sie vermeiden kann." Der Artikel bietet dem Community-erfahrenen User nicht viel Neues. Unfreiwillig wird dabei aber deutlich, dass Werbetreibende noch nicht verstanden haben, dass sie bereits im Raumschiff sitzen.

Community-User nehmen Werbung in Form von Bannern nicht mehr wahr und klicken mit traumwandlerischer Sicherheit an ihr vorbei. Sie riechen gef채lschte Identit채ten in k체rzester Zeit. Auch der Versuch Meinungsf체hrer (sog. "Mavens") gezielt f체r sich zu gewinnen, l채uft Gefahr eben deren wichtigstes Kapital, die Glaubw체rdigkeit, zu besch채digen.

Alternativ dazu ziehen einige Unternehmen den Aufbau oder den Kauf von Communities in Betracht, als ob es sich um irgendeine "Make or Buy"-Entscheidung handeln w체rde. Allen gutgemeinten Tipps zum Aufbau einer Community zum Trotz, gibt es grundsätzliche Gegensätze zwischen dem wie ein Unternehmen kommuniziert und dem was eine Community im Kern bietet, die so einen Aufbau höchst diffizil machen. Der Unterschied liegt in der Individualität menschlicher Äußerungen die nicht fälschbar ist und der gänzlich anderen Interessenslage. Wo die einen Unterhaltung, Information und Kontakte suchen, suchen die anderen Absatzmöglichkeiten. Da fällt auch das nur minimalinvasiv klingende Empfehlungsmarketing auf wie ein schwitzender Strukturvertriebssklave unter Brahmsliebhabern beim Sonntagsbrunch.

Man stelle sich das vor: sauberst abgegrenzte Zielgruppenansammlungen feiern fr철hliche Urst채nd und die Werber, die sich bis eben noch als die Mez채ne der Medien ansahen, m체ssen hungernd draussen bleiben.

Da liegt die Idee nahe 체ber das "Web Issues Management" wenigstens auszuspionieren, was l채uft, um darauf reagieren zu k철nnen. Davon haben die Unternehmen viel, aber die Werbewirtschaft wenig. Wenn aber alle Medien zunehmend "on demand" durch die Konsumenten selbst gesteuert werden, dann ist das bisherige Gesch채ftsmodell der Werbeindustrie nicht 체berlebensf채hig. Die Botschaft lautet: Lift Off!

Hier wird vorgef체hrt, wie man Raumschiffe mit unn체tzen Insassen fachgerecht wieder auf die Reise schickt

http://www.com/watch?v=uF2djJcPO2Ayoutube.

liebe grüße

von susanne

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