Kommunikations tools 16.12.2009 | 15:44 Die EU hat Microsofts Vorschlag akzeptiert, Windows-Nutzern einen Auswahlbildschirm zu präsentieren, über den sie einen anderen Browser installieren und als Standard-Browser einrichten können. Der jahrelange Streit zwischen Microsoft und der EU-Kommission um die enge Verknüpfung von Windows und Internet Explorer ist beendet. Die Wettbewerbshüter haben das vom Software-Konzern vorgeschlagene Browser-Auswahlmenü akzeptiert. Dieses soll fünf Jahre lang nicht nur bei Windows-Neuinstallationen angezeigt werden, sondern ab voraussichtlich März 2010 auch bei alten Systemen über Windows Update. Es wird zwölf Browser enthalten, von denen die fünf wichtigsten direkt sichtbar sind und in zufälliger Reihenfolge angezeigt werden, um niemanden zu benachteiligen. Für die sieben übrigen Browser muss man im Auswahlfenster allerdings nur ein wenig weiter scrollen. Welches die zwölf wichtigsten Browser sind, richtet sich nach den Marktanteilen und soll halbjährlich auf Basis der Daten von ComScore NetApplications und StatCounter ermittelt werden.Weiterhin sollen es Computer-Hersteller einfacher haben, alternative Browser auf ihren Systemen zu installieren und den Internet Explorer zu deaktivieren. Das würde nicht nur den Nutzern positivere Erfahrungen mit dem Internet bescheren, erklärte EU-Kommissarin Neelie Kroes, sondern die Branche auch zu Innovation und zur Entwicklung besserer Browser bewegen. Das Wettbewerbsverfahren gegen Microsoft hatte die EU nach eine Beschwerde des Konkurrenten Opera eingeleitet. Man kam zu dem Schluss, dass die enge Bindung von Windows und Internet Explorer den Wettbewerb verzerrt. Ob das mittlerweile noch immer so ist, darf bezweifelt werden: auch ganz ohne Auswahlmenü hat Firefox zumindest in Deutschland dem Internet Explorer den Rang abgelaufen und kommt auf einen größeren Marktanteil. (Daniel Dubsky)liebe grüßevon susanne
Sicherheitsfunktion des Internet Explorer 8 unsicherDer im Internet Explorer 8 eingeführte Cross-Site-Scripting-Schutz soll Berichten zufolge Schwachstellen enthalten, die eigentlich nicht verwundbare Webseiten doch verwundbar machen. Angreifer könnten auf diese Weise etwa eigenen JavaScript-Code in eine HTML-Seite einschleusen und im Kontext der normalerweise sicheren Seite ausführen. Damit ließen sich etwa Cookies auslesen oder vom Opfer ungewollt Kommentare in Foren posten – Beispiele für XSS-Würmer gab es in der Vergangenheit genug. Microsoft soll bereits seit mehreren Monaten über das Problem informiert sein, bislang aber nicht reagiert haben. Über die Ursache des Problems gibt es keine genauen Angaben. Laut Giorgio Maone, Entwickler des Firefox-Plug-ins NoScript, soll es sich um einen fundamentalen Designfehler handeln. Maone hat zusammen mit anderen Entwicklern verschiedene XSS-Schutzfunktionen in Browsern analysiert und ist dabei nach eigenen Angaben auf das Problem gestoßen. Gegenüber heise Security erklärte er jedoch, seine Informationen erst bei Verfügbarkeit einer Lösung veröffentlichen zu wollen. Es sei aber mit Kenntnis der Funktionsweise des XSS-Filters des IE8 nicht schwer, das Problem zu rekonstruieren. Anders als NoScript filtert der XSS-Schutz des Internet Explorer 8 nicht die Requests des Clients nach verdächtigem Code, sondern die Antwort des Servers – und verändert sie unter Umständen. Dies lässt sich von Angreifer offenbar ausnutzen, um die Antwort des Servers zu manipulieren und eigenen Code einzuschleusen. Allerdings muss man nach Angaben von Maone eine gewisse Kontrolle über den Inhalt der Seite haben, die das Opfer aufgerufen hat. Dies ist etwa auf Social-Networking-Seiten, in Foren, Wikis und prinzipiell auch bei Google Apps der Fall. Google schaltet aber den XSS-Schutz des Internet Explorer durch Senden des Header X-XSS-Protection: 0 ab und ist somit nicht betroffen. Berichten zufolge hat Google diese Maßnahme aus Sicherheitsgründen ergriffen, da man von der IE-Schwachstelle bereits wisse und Anwender schützen wolle, bis Microsoft einen Patch herausgegeben habe.Ein frohes Fest, besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch ins Jahr 2010 wünsche ich allen Usern.
EU legt Webbrowser-Streit mit Microsoft bei [Update]Die EU-Kommission akzeptiert laut Mitteilung Microsofts Angebot, Downloads alternativer Browser in einem Auswahlfenster zu ermöglichen. Sie erklärte am heutigen Mittwoch in Brüssel die Zugeständnisse des Softwarekonzerns für rechtsverbindlich und stellte damit ein Wettbewerbsverfahren ein. Die für Wettbewerb zuständige Kommissarin Neelie Kroes sagte, von der Entscheidung würden nicht nur Millionen Europäer profitieren, sondern auch die Anbieter von Web-Browsern. Diese würden mehr Anreize für technische Verbesserungen gegeben.Microsoft ist nun dazu verpflichtet, fünf Jahre lang über sein Windows Update für die Betriebssysteme Windows XP, Vista und Windows 7 ein Auswahlfenster bereitzustellen, in dem die Nutzer einen Web-Browser neben dem Internet Explorer oder als Ersatz für ihn zum Download und zur Installation anklicken können. Computerhersteller sollen in der Lage sein, den Internet Explorer zu deaktivieren und den Nutzern stattdessen einen anderen Web-Browser als Standard anzubieten.Das Auswahlfenster enthält in der Programmtitelzeile das Symbol des Internet Explorers, wie aus einer Abbildung von Microsoft hervorgeht. Offenbar hat es die EU-Kommission dabei belassen, obwohl sich die Microsoft-Konkurrenz daran gestört hat. Das Auswahlfenster soll auf die Website browserchoice.eu verweisen, die offenbar noch eingerichtet werden muss.
doch alf,
AntwortenLöschenwenn wir welche finden, bringen wir sie auch
wie beispielsweise diese hier:
Microsoft und EU einigen sich im Browser-Streit
Kommunikations tools 16.12.2009 | 15:44 Die EU hat Microsofts Vorschlag akzeptiert, Windows-Nutzern einen Auswahlbildschirm zu präsentieren, über den sie einen anderen Browser installieren und als Standard-Browser einrichten können. Der jahrelange Streit zwischen Microsoft und der EU-Kommission um die enge Verknüpfung von Windows und Internet Explorer ist beendet. Die Wettbewerbshüter haben das vom Software-Konzern vorgeschlagene Browser-Auswahlmenü akzeptiert. Dieses soll fünf Jahre lang nicht nur bei Windows-Neuinstallationen angezeigt werden, sondern ab voraussichtlich März 2010 auch bei alten Systemen über Windows Update. Es wird zwölf Browser enthalten, von denen die fünf wichtigsten direkt sichtbar sind und in zufälliger Reihenfolge angezeigt werden, um niemanden zu benachteiligen. Für die sieben übrigen Browser muss man im Auswahlfenster allerdings nur ein wenig weiter scrollen. Welches die zwölf wichtigsten Browser sind, richtet sich nach den Marktanteilen und soll halbjährlich auf Basis der Daten von ComScore NetApplications und StatCounter ermittelt werden.Weiterhin sollen es Computer-Hersteller einfacher haben, alternative Browser auf ihren Systemen zu installieren und den Internet Explorer zu deaktivieren. Das würde nicht nur den Nutzern positivere Erfahrungen mit dem Internet bescheren, erklärte EU-Kommissarin Neelie Kroes, sondern die Branche auch zu Innovation und zur Entwicklung besserer Browser bewegen. Das Wettbewerbsverfahren gegen Microsoft hatte die EU nach eine Beschwerde des Konkurrenten Opera eingeleitet. Man kam zu dem Schluss, dass die enge Bindung von Windows und Internet Explorer den Wettbewerb verzerrt. Ob das mittlerweile noch immer so ist, darf bezweifelt werden: auch ganz ohne Auswahlmenü hat Firefox zumindest in Deutschland dem Internet Explorer den Rang abgelaufen und kommt auf einen größeren Marktanteil. (Daniel Dubsky)liebe grüßevon susanne
Sicherheitsfunktion des Internet Explorer 8 unsicherDer im Internet Explorer 8 eingeführte Cross-Site-Scripting-Schutz soll Berichten zufolge Schwachstellen enthalten, die eigentlich nicht verwundbare Webseiten doch verwundbar machen. Angreifer könnten auf diese Weise etwa eigenen JavaScript-Code in eine HTML-Seite einschleusen und im Kontext der normalerweise sicheren Seite ausführen. Damit ließen sich etwa Cookies auslesen oder vom Opfer ungewollt Kommentare in Foren posten – Beispiele für XSS-Würmer gab es in der Vergangenheit genug. Microsoft soll bereits seit mehreren Monaten über das Problem informiert sein, bislang aber nicht reagiert haben.
AntwortenLöschenÜber die Ursache des Problems gibt es keine genauen Angaben. Laut Giorgio Maone, Entwickler des Firefox-Plug-ins NoScript, soll es sich um einen fundamentalen Designfehler handeln. Maone hat zusammen mit anderen Entwicklern verschiedene XSS-Schutzfunktionen in Browsern analysiert und ist dabei nach eigenen Angaben auf das Problem gestoßen. Gegenüber heise Security erklärte er jedoch, seine Informationen erst bei Verfügbarkeit einer Lösung veröffentlichen zu wollen. Es sei aber mit Kenntnis der Funktionsweise des XSS-Filters des IE8 nicht schwer, das Problem zu rekonstruieren.
Anders als NoScript filtert der XSS-Schutz des Internet Explorer 8 nicht die Requests des Clients nach verdächtigem Code, sondern die Antwort des Servers – und verändert sie unter Umständen. Dies lässt sich von Angreifer offenbar ausnutzen, um die Antwort des Servers zu manipulieren und eigenen Code einzuschleusen. Allerdings muss man nach Angaben von Maone eine gewisse Kontrolle über den Inhalt der Seite haben, die das Opfer aufgerufen hat. Dies ist etwa auf Social-Networking-Seiten, in Foren, Wikis und prinzipiell auch bei Google Apps der Fall. Google schaltet aber den XSS-Schutz des Internet Explorer durch Senden des Header X-XSS-Protection: 0 ab und ist somit nicht betroffen. Berichten zufolge hat Google diese Maßnahme aus Sicherheitsgründen ergriffen, da man von der IE-Schwachstelle bereits wisse und Anwender schützen wolle, bis Microsoft einen Patch herausgegeben habe.Ein frohes Fest, besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch ins Jahr 2010 wünsche ich allen Usern.
EU legt Webbrowser-Streit mit Microsoft bei [Update]Die EU-Kommission akzeptiert laut Mitteilung Microsofts Angebot, Downloads alternativer Browser in einem Auswahlfenster zu ermöglichen. Sie erklärte am heutigen Mittwoch in Brüssel die Zugeständnisse des Softwarekonzerns für rechtsverbindlich und stellte damit ein Wettbewerbsverfahren ein. Die für Wettbewerb zuständige Kommissarin Neelie Kroes sagte, von der Entscheidung würden nicht nur Millionen Europäer profitieren, sondern auch die Anbieter von Web-Browsern. Diese würden mehr Anreize für technische Verbesserungen gegeben.Microsoft ist nun dazu verpflichtet, fünf Jahre lang über sein Windows Update für die Betriebssysteme Windows XP, Vista und Windows 7 ein Auswahlfenster bereitzustellen, in dem die Nutzer einen Web-Browser neben dem Internet Explorer oder als Ersatz für ihn zum Download und zur Installation anklicken können. Computerhersteller sollen in der Lage sein, den Internet Explorer zu deaktivieren und den Nutzern stattdessen einen anderen Web-Browser als Standard anzubieten.Das Auswahlfenster enthält in der Programmtitelzeile das Symbol des Internet Explorers, wie aus einer Abbildung von Microsoft hervorgeht. Offenbar hat es die EU-Kommission dabei belassen, obwohl sich die Microsoft-Konkurrenz daran gestört hat. Das Auswahlfenster soll auf die Website browserchoice.eu verweisen, die offenbar noch eingerichtet werden muss.
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