Mittwoch, 30 April 2008 11:32 von Bernd Kling
Was für eine Sicherheit? Gute Frage.
Wer Windows für ein höchst unsicheres Betriebssystem hält, hat einen weiteren guten Grund für diese Annahme. Schäuble und seine Schlapphüte dürften hingegen darüber begeistert sein, wie leicht sie an die Daten ahnungsloser Windows-Nutzer kommen können.
Selbst IT-unerfahrene Ermittler sollen das in Zukunft können. Sie brauchen nur einen USB-Stick, den Microsoft extra für sie entwickelt hat und der bereits seit letzten Juni still und leise an Polizeibehörden verteilt wurde. Ganz kostenlos und selbstlos hat Microsoft ihnen die Brechstange für den PC spendiert, wie die Firma betont.
Der USB-Speicherstick hört auf das Akronym COFEE, und das steht für Computer Online Forensic Evidence Extractor. Er stellt ein Toolkit mit rund 150 Befehlen bereit, um schneller und effektiver an die Daten eines verdächtigten Benutzers zu kommen. Windows-Passwörter oder Verschlüsselung sind nicht mehr lange im Weg. Microsofts eigene Hilfsmittel durchschnüffeln die Festplatte und spüren dem Internetverhalten des Windows-Benutzers nach.
Mehr als 2000 Beamte in 15 Ländern setzen das Einbruchswerkzeug bereits ein, darunter in Polen, auf den Philippinen, in Neuseeland, den USA – und auch in Deutschland. Lapidarer Kommentar bei Slashdot: “Nur noch ein weiterer Grund, um einen PC nicht unter Windows laufen zu lassen.”
(bk)
achja, und gleich dies noch dazu *VBG*:
Dienstag, 10 November 2009 8:38 von Ralf Müller
Extra für die digitalen Ermittlungsbehörden der Welt hatte der Konzern ein Forensik-Werkzeug namens Cofee aufgelegt, dessen Benutzung nur polizeilichen Kräften erlaubt sei. Gerade tauchte die Software auf einer P2P-Plattform auf.
Microsoft kann nicht sagen, wie viele unautorisierte Nutzer da draußen sich das Tool schon geschnappt haben, verweist aber eiligst und energisch darauf, dass die Nutzung des “Computer Online Forensic Evidence Extractor” (COFEE) streng verboten sei. Lediglich autorisierte Behörden dürfen es einsetzen, um im Internet Beweise für Identitätsdiebstahl, Online-Betrug, Kinderpornographie, illegalen Datenaustausch zu sichern. Übrigens lasse sich das Tool selbst von unbegabten Plattfüßen schon nach zehn Minuten effektiv einsetzen – und via USB sogar immer am Mann halten. Aber genau dort ist der Master-Überwacher nicht geblieben, sondern in die freie Welt des Datentausches entwischt (oder absichtlich freigesetzt worden).
Wetten, dass nun einige kreative böse Jungs Möglichkeiten finden, mit Cofee ganz neue Online-Fischzüge zu starten? Die Borg und ihre Erfüllungsgehilfen jedenfalls machen sich darüber Sorgen, dass ihr Cofee kalt wird und bald keine Spuren mehr findet, da die Cybergangster es analysieren und sich passende Schutzroutinen ausdenken könnten.
Andererseits bastelt Microsoft gerade eine neue Version für Windows 7. Da wäre es doch sinnvoll, gleich entsprechende Korrekturen zu machen. (Quelle: TheInquirer.de)
L´INQ
Naja was soll man dazu sagen. Wer das Auto gebaut hat weiß auch wie es zu öffnen geht.
AntwortenLöschenNichts ist mehr sicher und Hacker oder andere Computerbösewichte kennen doch schon soviele Tricks.
Warum soll die Regierung jetzt nicht auch eingeweiht werden? Wenn sie wollen bekommen sie es sowieso raus.